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Wirtschaftlich stabil und Talentschmiede: 3. Liga schreibt Rekordzahlen

Frankfurt/Main. Die 3. Liga setzt ihre Erfolgsserie fort: Nie zuvor stand die Liga wirtschaftlich so solide da, nie zuvor besuchten mehr Fans die Spiele, und nie zuvor trugen so viele junge Spieler aktiv zum Geschehen bei. Das geht aus dem offiziellen Saisonreport 2024/2025 hervor, den der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag veröffentlichte.

„Wir haben seit Ende der Corona-Pandemie durchgehend steigende Zahlen in allen wichtigen Bereichen. Daran sieht man, dass die Entwicklung der 3. Liga nachhaltig ist“, sagt Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident für die 3. Liga. „Die größten Schritte haben wir in den vergangenen Jahren bei der wirtschaftlichen Stabilität gemacht. Die Anpassungen im Zulassungsverfahren haben sich zweifellos ausgezahlt. Die 3. Liga steht längst auf sehr gesunden, soliden Beinen. Dazu trägt auch die etablierte Struktur der Liga mit 20 Mannschaften maßgeblich bei.“

Ein besonderes Highlight der Saison war die Zuschauerentwicklung. Erstmals wurde die Marke von vier Millionen Besucher*innen überschritten: Insgesamt 4,39 Millionen Fans kamen in die Stadien, im Schnitt waren das 11.548 Zuschauer pro Spiel – ein fünfstelliger Wert, der die 3. Liga international in die Spitze katapultiert. Nur wenige zweite Ligen wie die 2. Bundesliga, die englische Championship oder Spaniens La Liga 2 ziehen mehr Publikum an.

Auch wirtschaftlich legten die Klubs deutlich zu. Die Erlöse stiegen um knapp 15 Prozent auf 334,8 Millionen Euro und überschritten erstmals die 300-Millionen-Marke. Die Zahl der Drittligisten mit negativem Eigenkapital sank auf fünf – der niedrigste Wert seit Ligagründung 2008. Zwölf der 17 Klubs mit ersten Mannschaften wiesen ein positives Eigenkapital aus, zehn schlossen die Saison sogar mit einem Überschuss ab. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Liga verzeichneten mehr Vereine einen Überschuss als einen Fehlbetrag.

Neben der wirtschaftlichen Stabilität festigt die 3. Liga ihre Rolle als Talentschmiede im deutschen Profifußball. Die Einsatzzeiten der Spieler unter 23 Jahren stiegen weiter und erreichten knapp 30 Prozent der Gesamtminuten – ebenfalls ein Rekordwert. Insgesamt kamen 20 deutsche U-Nationalspieler aus der 3. Liga. Allein neun Talente standen im DFB-Aufgebot für die U19-EM in Rumänien, darunter Said El Mala von Viktoria Köln. Zwei Jahre nach Nick Woltemade (damals SV Elversberg) hat damit erneut ein junger Spieler aus der 3. Liga den Sprung auf die große Bühne geschafft.

Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetrieb der DFB GmbH & Co. KG, betont die Bedeutung der Liga für die Nachwuchsförderung: „Undav, Woltemade, El Mala und noch viele andere Beispiele unterstreichen, wie wichtig die 3. Liga für den Reifeprozess von Talenten sein kann. Hier können sich junge Spieler, die noch etwas Zeit brauchen, hervorragend entwickeln und den nächsten großen Schritt machen.“

Hartmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Die 3. Liga hat sich nicht nur von der Corona-Zeit erholt, sie ist stärker aufgestellt als je zuvor. Rekord-Erlöse, eine starke Liquiditätsposition und der Anstieg an nachhaltigen Investitionen bei den Klubs in die Infrastruktur sind klare Indikatoren für eine positive Zukunft. An dieser Entwicklung gilt es weiter hart zu arbeiten. Wir sind noch lange nicht am Ende des gemeinsamen Weges angelangt.“

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