Mannheim. Es ist eine Entscheidung, die viele Fans freuen dürfte – und vielleicht selbst den Protagonisten ein wenig überrascht hat: Terrence Boyd macht weiter! Der Stürmer bleibt dem SV Waldhof Mannheim 07 erhalten und verschiebt sein geplantes Karriereende um ein Jahr.
Eigentlich hatte der Angreifer angekündigt, nach der laufenden Saison die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen und den Schritt auf die Trainerbank zu wagen. Doch dieser Plan ist nun vorerst vom Tisch. Gemeinsam mit dem Verein fiel die Entscheidung, die aktive Laufbahn fortzusetzen.
Der Publikumsliebling, von Fans liebevoll „der Dicke“ genannt, beschreibt seine Kehrtwende mit gewohntem Humor: „Wie sagt man so schön: was interessiert mich das Geschwätz von gestern. Aber im Ernst: ich habe in den zurückliegenden Wochen gemerkt, dass ich doch noch mehr im Tank habe, als ich selbst gedacht habe. Mein Körper macht besser mit, als erwartet. Und der Spaß ist einfach riesig.“
Die Gespräche mit der Vereinsführung seien schnell und einvernehmlich verlaufen. Boyd betont: „Am Ende war es ein schneller, gemeinsamer Konsens. Gerry und Mathias standen der Idee von Anfang an sehr offen gegenüber. Ich bin dem Verein dankbar, dass ich die Rolle rückwärts machen kann. Denn ich habe auch das Gefühl, dass hier gerade etwas entsteht.“
Seit seinem Wechsel im Jahr 2024 ist Boyd zu einer festen Größe beim Waldhof geworden. In bislang 70 Pflichtspielen erzielte der 14-malige US-Nationalspieler 34 Tore und übernahm vor allem im Abstiegskampf der 3. Liga Verantwortung. Auch in der laufenden Saison unterstreicht er seine Bedeutung: Zehn Ligatreffer sowie elf Tore im Landespokal trugen maßgeblich dazu bei, dass Mannheim das Pokalfinale erreichte.
Entsprechend groß ist die Zufriedenheit auf Vereinsseite. Geschäftsführer Sport Gerhard Zuber stellt klar: „So wie Terrence brennt, ist es die einzige richtige Entscheidung. Terrence ist auf dem Platz und in der Kabine ein wichtiger Faktor. Die Gespräche mit ihm sind immer von gegenseitigem Respekt, Offenheit und Ehrlichkeit geprägt. In Terrence steckt noch unglaublich viel Sportlerherz! Spieler mit seinen Attributen findet man immer seltener. Gut, dass er uns noch als Spieler ein bisschen erhalten bleibt.“
Auch Sportdirektor Mathias Schober blickt optimistisch auf die kommende Spielzeit: „Wir haben für alle Parteien eine sinnvolle Lösung gefunden. Terrence wollte noch ein Jahr dranhängen und wir können von seiner Präsenz auf und neben dem Platz nur profitieren. Mit Terrence können wir noch viel erleben – insbesondere Tore, emotionalen Jubel und unvergessliche Momente.“



