Der erste Dreier der neuen Drittliga-Saison geht an den MSV Duisburg. Nach sechs zuvor torarmen Unentschieden setzten sich die Zebras vor 19 652 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena mit 2:1 gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart durch – dank Joker Patrick Sussek, der die Partie nach der Pause an sich riss.
Ein zäher Auftakt
Die erste Halbzeit bot nur Stückwerk. Duisburg stand tief, überließ den Gästen zwei Drittel Ballbesitz und lauerte auf Umschaltmomente über Christian Viet und Außenverteidiger Caspar Coskun. Doch die Schwaben agierten trotz Feldvorteil zu behäbig. Ein Fernschuss von Mehmet-Ali Sankoh (5.) und zwei halbgefährliche Hereingaben waren die ganze Ausbeute; MSV-Keeper Marcel Braune blieb weitgehend beschäftigungslos. Auf der Gegenseite boxte VfB-Torhüter Florian Hellstern einmal eine scharfe Coskun-Flanke weg (8.).
Joker Sussek sticht
Trainer Dietmar Hirsch reagierte in der Pause, brachte Patrick Sussek für Dennis Borkowski – und traf ins Schwarze. Keine fünf Minuten später hob Steffen Meuer den Ball perfekt hinter die Viererkette, Sussek entwischte Maximilian Herwerth und tunnelte Hellstern zum 1:0 (51.). Der Treffer wirkte wie ein Weckruf. Duisburg riss nun das Spiel an sich, verpasste aber den schnellen Ausbau der Führung: Hellstern entschärfte Chancen von Tim Heike (56.) und Joshua Bitter(58.).
Stuttgart antwortet – und patzt
Mit einer Dreifachauswechslung (63.) brachte VfB-Coach Frank Fahrenhorst frische Kräfte. Die Wirkung war sofort zu spüren: Eine Ecke von Nicolas Sessa segelte an den zweiten Pfosten, wo Kapitän Dominik Nothnagel unbedrängt einköpfte – 1:1 (65.). Jetzt war die Partie offen. Duisburg blieb jedoch mutiger und wurde belohnt: Wieder initiierten Meuer und Sussek einen Konter über links, Sussek zog zur Grundlinie durch und legte flach in die Mitte. Herwerth grätschte dazwischen – und bugsierte den Ball ins eigene Netz (74.).
Zittern bis zum Schluss
Die Gäste warfen alles nach vorn. Sankoh traf nach Meyers Flanke den linken Pfosten (79.), wenig später zwang Leny Meyer Braune zu einer Glanzparade (82.). In acht Minuten Nachspielzeit brannte es mehrfach im MSV-Strafraum, doch Einwechselspieler Thilo Töpken räumte zwei Sessa-Standards per Kopf ab. Als Sussek in der 90.+8 per clever gezogenem Foul weitere Sekunden von der Uhr nahm, war der erste Duisburger Drittliga-Sieg seit Mai 2024 perfekt.
| Aufstellung MSV Duisburg | Aufstellung VfB Stuttgart II |
|---|---|
| Braune – Bitter (77. Niklas Jessen), Marvin Fleckstein, Alexander Hahn, Coskun – Rasim Bulic, Viet (71. Jakob Bookjans) – Jan-Simon Symalla (86. Conor Noss), Meuer, Heike (71. Thilo Töpken) – Borkowski (46. Patrick Sussek) | Hellstern – Christopher Olivier (63. Alexander Groiß), Herwerth, Nothnagel, Meyer – Samuele di Benedetto(63. Julian Lüers), Catovic, Korkut (63. Eliot Bujupi) – Sessa, Abdenego Nankishi (77. Kenny Freßle), Sankoh |
| Schiedsrichter | Zuschauer |
|---|---|
| Felix Wagner | 19 652 |
| Tore | |
|---|---|
| 1:0 Sussek (51′) | |
| 1:1 Nothnagel (65′) | |
| 2:1 Herwerth (74′, Eigentor) |
| Gelbe Karten MSV | Gelbe Karten VfB II |
|---|---|
| Bulic (27′), Meuer (88′) | Di Benedetto (36′), Korkut (57′), Catovic (76′), Meyer (85′), Sessa (88′) |
| Rote Karten | |
|---|---|
| – |



