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FCS unterliegt in Osnabrück: Erste Saisonniederlage nach schwacher zweiter Halbzeit

Der 1. FC Saarbrücken hat am dritten Spieltag der 3. Liga seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Vor 14.180 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke verlor die Mannschaft von Cheftrainer Alois Schwartz verdient mit 0:2 gegen den VfL Osnabrück. Die Tore erzielten Jacobsen (79.) und Christensen (83.) in einer zweiten Halbzeit, in der der FCS nahezu komplett den Faden verlor.

Schwartz hatte seiner Startelf erneut vertraut und dieselbe Formation wie im Pokalspiel aufgeboten. In der ersten Halbzeit zahlte sich das zunächst aus: „Nach einem kurzen Warnschuss an den Außenpfosten haben wir uns eigentlich ganz gut gefangen und hatten auch gut die Ruhe am Ball. Wir hatten zwei, drei Einschussmöglichkeiten, was hier nicht so einfach ist“, bilanzierte der FCS-Trainer nach der Partie. So köpfte Lasse Wilhelm nach einer Ecke von Tim Civeja nur knapp am Tor vorbei, und Florian Pick bereitete über die rechte Seite eine weitere Großchance für Kai Brünker vor.

Doch die Osnabrücker blieben gefährlich. Vor allem über Badje und Henning setzten die Gastgeber die FCS-Abwehr unter Druck. Torhüter Tim Schreiber musste mehrfach retten. Joel Bichsel, der in der Dreierkette den rechten Part übernahm, betonte nach Abpfiff: „Wir wussten, dass es hier an der Bremer Brücke richtig schwer wird. In der ersten Halbzeit haben wir uns gut gewehrt, aber nach der Pause waren wir in den Zweikämpfen nicht mehr präsent genug. Dann wird es gegen so einen Gegner brutal schwer.“

Tatsächlich kippte das Spiel nach dem Seitenwechsel. „In der zweiten Halbzeit haben wir fast gar nicht stattgefunden. Wir wollten keinen Ball, jeden Zweikampf haben wir verloren. Das Eckballverhältnis sagt vieles: zur Pause 2:2, am Ende 11:2 für Osnabrück“, resümierte Schwartz deutlich.

Auch Calogero Rizzuto, der auf der rechten Außenbahn viele Defensivzweikämpfe führen musste, fand klare Worte: „Wir sind zu tief reingedrückt worden und haben es nicht mehr geschafft, Entlastung zu schaffen. Das ärgert uns, weil wir es eigentlich besser können.“

Osnabrück-Trainer Timo Schultz sah eine verdiente Belohnung seiner Mannschaft: „In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen, Saarbrücken hatte gefährliche Konter. Aber in der zweiten Hälfte haben wir enormen Druck aufgebaut und viele Chancen herausgespielt. Standards gehören dazu – letzte Woche haben wir welche kassiert, heute haben wir eins gemacht. Mit Jakobsen als Torschützen freut es mich besonders.“

Das 1:0 fiel nach einer Ecke in der 79. Minute, als Jacobsen sich im Luftduell durchsetzte und einköpfte. Nur vier Minuten später nutzte der eingewechselte Frederik Christensen eine Unordnung in der FCS-Abwehr zum 2:0. Danach war die Partie entschieden.

Tim Civeja, der bis zur 59. Minute im zentralen Mittelfeld spielte, zeigte sich enttäuscht: „Wir haben uns viel vorgenommen, aber wir konnten in der zweiten Halbzeit kaum noch Akzente nach vorne setzen. Da müssen wir als Team Lösungen finden, um nicht so unter Druck zu geraten.“

Auch Florian Pick, der ebenfalls im zweiten Durchgang ausgewechselt wurde, blickte kritisch zurück: „Wir hatten gute Momente in der ersten Hälfte. Wenn wir da ein Tor machen, sieht es vielleicht anders aus. Aber am Ende haben wir es Osnabrück zu einfach gemacht. Daran müssen wir arbeiten.“

Für den FCS war es nicht nur die erste Niederlage, sondern auch ein Fingerzeig, dass die Balance zwischen Defensive und Offensive noch nicht stimmt. Schwartz betonte: „Manchmal ist es auch eine Frage der Tagesform. Aber klar ist: Wir müssen in den nächsten Wochen mehr Stabilität ins Zentrum bekommen.“

Unter der Woche testete der FCS hinter verschlossenen Türen bei der TSG Hoffenheim, um Spielpraxis für weitere Spieler zu sammeln und taktische Varianten auszuprobieren. Am kommenden Samstag geht es dann im Ludwigsparkstadion gegen den FC Erzgebirge Aue weiter – die nächste Gelegenheit, um eine Reaktion auf die Niederlage in Osnabrück zu zeigen.


VfL Osnabrück
Jonsson – Fabinski, J. Müller, Wiemann, P. Kammerbauer (Gelb/6.) – Br. Henning (60. F. Wagner, Gelb/44.), B. Jacobsen, K. Schumacher (71. F. Christensen), Badjie (60. Lesueur) – Kehl (88. Ihorst), R. Meißner (88. Riesselmann)
Trainer: Timo Schultz


1. FC Saarbrücken
P. Menzel – Wilhelm, Sonnenberg, Bichsel, Rizzuto – Krahn (83. Multhaup, Gelb/42.), Zeitz (84. Baumann), Bretschneider (Gelb) – Pick (66. Rabihic), Civeja (66. Elongo-Yombo) – Brünker (87. Pat. Schmidt)
Trainer: Alois Schwartz


Tore

  • 1:0 B. Jacobsen (79., Kopfball, Vorlage F. Christensen)
  • 2:0 F. Christensen (84., Linksschuss, Vorlage Kehl)

Reservebänke

Osnabrück: Sauter (Tor), Karademir, Kopacz, Tesche
Saarbrücken: Paterok (Tor), Bormuth, Fahrner, Wollschläger


Karten

  • P. Kammerbauer (VfL), Gelb, 6. Minute
  • Br. Henning (VfL), Gelb, 44. Minute
  • Krahn (FCS), Gelb, 42. Minute
  • Bretschneider (FCS), Gelb

  • Schiedsrichter-Team: Marc Philip Eckermann (Winnenden)
  • Stadion: Bremer Brücke, Osnabrück
  • Zuschauer: 14.108
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