Vor 14.800 Zuschauern zeigten zwei der drei Ostvertreter in der 3. Liga einen spannenden Wettkampf, der jedoch ohne Tore zuende ging.
Hansa Rostock bemühte sich von Beginn an um die Feldüberlegenheit, musste nach gut 10 Minuten jedoch feststellen, dass Aue keineswegs gewillt war, ihnen diese zu überlassen. Stattdessen gingen die Veilchen putzmunter drauf und erspielten sich einige kleinere Möglichkeiten, wobei sie überaus variabel agierten. Wenn die Mannen von der Kogge einmal für Gefahr sorgten, dann war garantiert Maximilian Krauß im Spiel, dessen Hochtempovorstöße regelmäßig für Aufregung in der Auer Hintermannschaft sorgten.
Aue besaß einige gute Möglichkeiten, etwa in der 22. Minute als Fabisch und Günther-Schmidt die Option auf den Führungstreffer hatten, aber in letzter Sekunde noch gestoppt werden konnten. Wenig später legte auf der anderen Seite Voglsammer auf Krauß ab, dessen Schuss jedoch deutlich an Männels Kasten vorbeistrich. Die weiß-blauen Rostocker hatten nun Blutgeleckt und kamen nach einem weiten Einwurf zu einer Doppelchance durch Neidhardt, der jedoch in Männel seinen Meister fand.
Dann waren die Gastgeber wieder dran. Julian Günther-Schmidt köpfte aus 5 Metern aufs Rostocker Tor, doch Benjamin Uphoff fing das Leder ab. Kurze Zeit später hatte der aus Saarbrücken gekommene Stürmer erneut eine Tormöglichkeit, doch sein Schuss aus halbrechter Position verfehlt klar sein Ziel. Aue hatte die zwischenzeitlich verlorene Vormacht im Erzgebirgsstadion wiedererlangt und gab nun wieder klar den Ton an. Bis auf eine von Malone mustergültig geklärte Situation, blieb es beim Vorteil für die Männer aus dem Schacht, die es bis dato nur verpasst hatten, einzunetzen.
Der zweite Durchgang begann mit Feuer – von den Gästen im Auswärtsblock. Nachdem sich der Nebel verzogen hatte, ging es erst einmal gemächlicher weiter. Rostock zeigte sich nun etwas aktiver, musste aber in der 65. Minute den angeschlagenen Andreas Voglsammer tauschen. Für ihn kam David Hummel, der im Sommer aus Homburg an die Ostsee gewechselt war.
In der 74. Minute zeigte Schiedsrichter Assad Nouhoum überraschend auf den Punkt. Maxi Schmid war zuvor im Fünfmeter-Raum von zwei Rostockern „gesandwicht“ worden und war dann zu Boden gesackt. Eine fragwürdige Entscheidung, deren Korrektheit nicht weiter relevant wurde, weil der ansonsten beste Auer Marvin Stefaniak das Geschenk nicht annahm und mit wenig Druck in die rechte untere Torecke zielte, wo Uphoff wenig Probleme hatte, den Ball ins Aus abzuwehren.
Aue zeigte die klar engagiertere Leistung, doch plötzlich in der 86. brachte ein Pass von dem eingewechselten Lebeau Gefahr für das Tor von Männel. Lebeau bediente Hummel, der links Kinsombi mitnahm. Der hatte freie Bahn und zog in Richtung langer Ecke ab, doch sein Schuss verfehlte den Auer Kasten um wenige Meter. Die Nachspielzeit gehörte den Gästen. Fatkic zimmerte noch einen schönen Freistoß auf das violette Tor. Doch es blieb beim torlosen Unentschieden.



